Nachdem ich jahrelang keine Digi-Cam besaß und immer mit einer analogen Minolta Fotos machte, konnte ich mir nun endlich eine anderes technisches Spielzeug zulegen. Es ist eine Canon Powershot G11 geworden, deren Vorgänger-Modell ich durch Minimi kennen gelernt hatte. Bestellt über amazon.jp, war die Bedienungsanleitung natürlich nur auf Japanisch. Im Netz ausfindig gemacht, habe ich nun auch die deutsche Version, die allerdings sehr umfangreich ist und erst ausgedruckt anwendbarer wird. In den letzten 2 Tagen werde ich hier nun von einer Art Frühling überrascht. Sogar Sonne ist zu sehen. Zeit also, ein paar Schnappschüsse zu machen, dachte ich mir. Alle sind arg experimentell, viele auch noch nicht den technischen Möglichkeiten entsprechend, doch ein paar interessante sind es definitiv geworden. Solange diese Kauferei von Dingen nicht in eine Art Ersatzbefriedigung ausartet, der hier anscheinend viele Menschen nachgehen, mache ich gerne weiter Bilder.
Etwas derbe romantisierend und Stereotypen präsentierend, aber wenn ihr ca. 20 Minuten Zeit und einen Kaffee und Kuchen dazu parat habt, dann schaut euch mal diesen Beitrag hier an:
Wunderschöne Eindrücke in Dia-Show-Format auch hier. Ich mag den bunten Kimono sehr, da er Tradition mit Pop-Art motivisch vereint. .
Ein Gebäude der Metropole Tokyos ist mir besonders ans Herz gewachsen. Der Komplex „Tower-Records“ lässt das Herzen eines Musikfans rasen und ihn tranceartig durch diverse Abteilungen und Etagen wandeln. Wer dem Link folgt wird entdecken, dass japanisches Web-Design arg unübersichtlich erscheint. Dies ist leider Fakt und nicht nur durch die japanische Schrift so, denke ich.
Es waren jedenfalls viele Stunden, die ich dort verbracht habe. Manchmal, um gezielt etwas zu kaufen, an anderen Tagen nur, um etwas zu entdecken oder die vielen Hörstationen abzuklappern. An den meisten konnte man sich durch komplette Alben hören, nicht so wie im „Geiz ist geil“- Universum in Deutschland, das sich anscheinend auch auf den Geisteszustand auswirkt. Meist zog mich die Independent oder Rock-Abteilung in ihren Bann. Nur die Kombination aus Dönerwagen vor dem Eingang und Häagen Dasz ein paar Schritte weiter, rettete mich quasi vor dem Verhungern.
Das Album aus dem Genre Hip-Hop der „Kick the can Crew“ war der Burner und Soundtrack meines Austauschjahres. Meiner Meinung steht ihr Style dem von „Fettes Brot“ sehr nahe. Bereits bei der Namensgebung wird einem klar, dass sich die Szene vor Ort sich ihre eigenen Regeln geschaffen hat. Doch eigentlich ist wieder alles nur perfekt adaptiert, bzw. mutiert. Ein paar Highlights, wenn auch älterer Natur möchte ich euch nicht vorenthalten.
(Nitro Microphone Underground – Straight From the Underground)
Rhymester – This Y’all, That Y’all (feat. Super Butter Dog)
Keine Sorge: Ich verstehe auch nicht alles! – Nicht nur, weil es oftmals derben Slang beinhaltet, sondern weil meine Sprachkenntnisse arg einrosten. Dennoch prescht der Sound gut vorwärts und der Rhythmus treibt ebenso. Viel Spaß beim Hören!
Leider sind es nur zwei Wochen geworden, da alle Flüge entweder zu spät oder noch teurer geworden wären. – Aber insgesamt war es, trotz des trüben Wetters, ein wunderbarer Aufenthalt in Süd-Italien. Viele Plätze, im wahrsten Sinne des Wortes, aber auch viele Orte habe ich kennen gelernt und bewundert. In der Stadt Bari, in der ich ankam, entdeckte ich an einem der regnerischen Tage eine CD von “Julie’s Haircut” in einem der zahlreichen Buchläden. Diese gefiel mir beim ersten Hören sofort und ich habe sie zum Soundtrack des gesamten Aufenthaltes erkoren, obwohl ich sie erst jetzt komplett durchhören kann.
Da ich gerade auch beim Thema “Geschäfte” bin: Mir fiel auf, dass es nicht derart Kaufhaus beseelte Innenstädte, wie hier in Deutschland gibt. Viel mehr sind es kleinere Geschäfte des Einzelhandels, die das Stadtbild beherrschen. Mir hat dies definitiv besser gefallen. Da habe ich jetzt ein verschmitztes Grinsen im Gesicht, denn am auffälligsten waren die zahlreich vertretenen Läden für Unterwäsche, die ich bisher in keinem anderen Land in solcher Hülle und Fülle wahrgenommen habe. Trendfarbe ist in diesem Frühjahr in allen Mode-Boutiquen leider LILA, auch für den Mann. Lila Hosen, Hemden, Socken, Jacken, Pullover usw.. Für Männer finde ich diese Farbe allerdings unerträglich, denn schon Kerle in rosafarbenen Polohemden, am besten mit hochgestelltem Kragen, üben durch die reine Optik einen Brechreiz aus. – Doch jedem das Seine.