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the real tilt “tiltman”

 
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(Quelle: youtube /Times New Viking: No time, no hope)


Das erste Mal, dass ich hier morgens mal richtig betrunken der Sonne entgegen kam. Schöne Momente am Saigawa. Soweit ich mich erinnere.

Was dem Deutschen seine Frittenschmiede, ist dem Japaner sein Curry-Shop. Von diesen Läden gibt es jedenfalls immer einen in der Nähe. Verschiedene Ketten bieten ihr Curry, in der Sauce liegt das Geheimnis der jeweiligen Anbieter, an. Doch nicht nur in den eben erwähnten Ketten, meist auch in jedem Restaurant oder Cafe, ist Curry auf der Speisekarte zu finden. Auch im Supermarkt liegt es in den Regalen, hier dann in der Instant-Variante, die nur dem kochenden Wasser hinzugefügt werden muss.

Gestern war ich dann auch wieder in der Curryschmiede meines Vertrauen. In der schwülen Hitze der letzten Wochen, die gestern einen ihrer gefühlten Höhepunkte hatte, spürte ich plötzlich das Verlangen nach Silberzwiebeln. Diese können als Beilage gewählt werden, während meist auch schon eingelegter Ingwer als Topping kostenlos dazu gereicht wird. Im Eingang steht ein Automat, an dem man die Größe des Gerichts, die wird nach Menge des Reis in Gramm eingeteilt, wählt. Also nochmal für den Curry-Anfänger: Unten ist Reis, oben die Sauce und als Beilage in dieser Kette dann geschnittener Salat aka Weißkohl. Dann gibt es zudem noch die perfidesten Varianten sein Curry zu krönen. Kleine Würstchen, frittierte Garnelen und frittierte Schnitzel vom Huhn oder Schwein sind die bekanntesten. Silberzwiebeln, gekochte Eier, Käse und anderes können dann dazu extra gewählt werden. Die Bons, die aus dem Automaten kommen, reicht man dann jemandem hinter der Theke, der lautstark die Bestellung einem anderen Kollegen verkündet. Diese lautstarke Kundenfreundlichkeit ist fast überall zu hören. Sie fängt im Eingangsbereich und bei Eintritt ins Geschäft an und endet beim Herausgehen. An manchen Tagen nervt es, an manchen muss ich jedesmal irre grinsen, manchmal esse ich dann lieber zu Hause.


Da kann man es zurzeit aber kaum aushalten
, denn in dieser Kombination aus Holzskelett und Kunststoff-Verschalung, in meinem Fall dann auch direkt unter dem Flachdach, staut sich die Hitze derart, dass ich kaum atmen kann, wenn ich eintreten will. Die letzten Tage habe ich im Baumarkt verbracht, gleich gehe ich wohl auch wieder. Die Fenster sind teilweise abgeblendet, einen großen Ventilator habe ich geholt, nun noch eine Plane zum Verdunkeln am Balkon befestigen und die Fenster im Schlafzimmer noch dunkler machen. Doch da den ganzen Tag ab Sonnenaufgang die Sonne von drei Seiten die Butze aufheizt, werde ich wohl auch heute Abend wieder an den Fluss fahren. Eindrücke von gestern könnt ihr nun hier sehen.

Schlaaand, ich komme. Auch wenn es mal wieder eine absolut tiltige Aktion ist, doch für ein paar Tage werde ich mal wieder heimatlichen Boden unter den Füßen spüren können. Es ist zwar im Rahmen einer Fortbildung, doch da fast alle Reisekosten bezahlt werden, eine prima Gelegenheit. Ich hatte zwischendurch immer wieder eine anschließende Tour nach Italien im Kopf, doch anscheinend bin ich erfolgreich aus Herz und Kopf verdrängt und als X-File abgelegt worden, was seit Monaten sehr an meiner Substanz nagt. Es ist die Gesamtsituation, die mich ankotzt. So viel an dieser Stelle dazu und zurück zum eigentlichen Geschehen.

(Quelle: youtube: Thomas D / Uns trennt das Leben)
Den Rückflug aus der BRD habe ich nun so “geschickt” legen können, dass ich endlich einen guten Freund in Singapur wiedersehen und einen kurzen Urlaub dort anschließen kann. Die Reise selbst wird jedoch schlauchen, so viel steht fest: Zanakawa-Nagoya-Frankfurt-Bonn-Köln-Bonn-Dortmund-Düsseldorf-Frankfurt-Singapur-Nagoya-Zanakawa. TILT!
Ich freue mich schon darauf, euch wiederzusehen.

Da sitze ich hier und schwitze schon, ohne mich zu bewegen. Will eigentlich auch raus, doch es grummelt immer lauter und der Wetterbericht spielt mit den Symbolen für Blitz und Donner. Letzte Woche war ich dennoch draußen, als es ebenso schwül war. Habe auch kaum geschwitzt. Warum muss der doofe Schulgong, ca. 100 m weiter, eigentlich auch jetzt bimmeln. – Reicht es nicht, wenn ich den in der Woche auch an einer Uni ertragen muss? Hoffentlich kühlt der Regen, insofern denn welcher fallen wird, alles etwas ab. Mir ist warm…

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