the real tilt “tiltman” : About

 

Irgendwo im Nirgendwo, da liegt das absolute Nichts.
(© tiltman 1972-ca.2070)

Es ist der Ort des unausgegorenen Halbwissens, der jovialen Trivialität und der Alltagsphilosophie. Zapp Dich rein oder klick es an, lass Dich aufsaugen oder ausspucken. Deine Reise kann hier beginnen oder enden. Bist Du bereit?

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Ja, das findet die Welt also lustig. Jeder will anscheinend am Leben der / des Anderen teilhaben. Es ist ja auch soooo langweilig im eigenen Leben. Da surft man schon gelegentlich mal im Netz-Kontinuum, um sich am Schicksal anderer aufzugeilen. Und hier schon wieder ein Beispiel einer weiteren gescheiterten Existenz. Einer, oder ist es eine, der / die versucht, Dinge zu vermitteln, die nun wirklich niemanden interessieren. – Oder etwa doch?
Was will uns real tilt* mit seiner unsinnigen und unergiebigen Site sagen. Hat er / sie etwas zu sagen. Und wer hat danach gefragt?
Wir werden uns leider auch hier dem Irrsinn hingeben müssen, werden Tag um Tag und ebenso Woche um Woche darauf hoffen, doch ja endlich etwas Neues und Irrelevantes aus einem Irgendwo zu erfahren. Wir sind kurz davor zu betteln. Wir sind bereit auf den Knien kriechend zum Rechner zu krauchen, diesen mit zittrigen Händen zu berühren, um uns dann langsam tastend auf den Stuhl davor zu hieven. Eine Hand führt die Maus durch die Pop-up Fenster, die andere hält ein Tuch, um sich den Schweiss von der Stirn zu wischen, der sich langsam seinen Weg von der Stirn herab über die Nase bahnt. Alles nur, um in stiller Anteilnahme wieder nichts vorzufinden. Oder Zeilen zu überfliegen, die vorher schon tausende von anderen Augenpaaren begutachtet haben. In Gedanken den eigenen Tagesablauf vor Augen habend, überlegen wir, ob wir diesen nicht auch anderen Menschen zum Geschenk reichen wollen. Entscheiden wir uns letztendlich dafür, werden wir ein Teil des Ganzen. Wir unterscheiden uns nur noch von denen, die versuchen Schriftgrösse 12 mit Kugelschreiber in einem Ringbuch zu fixieren, weil wir uns die Technik des 2-12 Fingersystems angeignet haben. Und so sitzen wir da, und schreiben. Schreiben uns selbst Kommentare zu bisher nicht erwähnten Gegebenheiten. Wir ergeben uns quasi der Parodie und dem Schwachsinn, kreiseln im Sog der Uninformiertheit und der unendlichen Unwissenheit, bis wir letztendlich bemerken, dass wir uns gerade selbst dokumentieren. Während wir uns selbst geniessen, bemerken wir kaum, dass wir uns ja eigentlich nur selbst beobachten wollen. Lediglich die Möglichkeiten, neben den bereits bekannnten Spiegelflächen, haben sich erweitert. Wir können uns spiegeln, selbst beschreiben, beschreiben lassen, begutachtet werden. Unschlagbar ist die Tatsache, dass auch die Selbstkommentierung an Wert gewinnt. Egal, was über sich selbst zum Besten gegeben wird, man kann sich sicher sein, dass irgendjemand auch hierzu einen Kommentar abgeben wird. ;-)

* Name geändert von the real tilt tiltman