Komm, geh!

Am Anfang war…

Was war eigentlich am Anfang?

Ein Ort, der zu Beginn nicht wirklich reizvoll, doch aufreizend befremdlich wirkte. Darin, und diesen langsam zu erschließen, ihn nach und nach für mich zu entdecken, lag der Reiz, diesen bei Gelegenheit einmal aufzusuchen. Auf meine Art und Weise natürlich. Dass heißt behutsam, mit offenen Augen für vielerlei Details. Zumindest wird dies dann von anderen Menschen oft so dargestellt und über mich gesagt, denn ich gehe nicht bewusst so vor, sondern erfahre und durchdringe Dinge immer im wahrsten Sinne des Wortes „beiläufig“.

Für mich. Dadurch dann auch für andere.

Also war am Anfang…

An etwas vorbeikommen, um etwas herumgehen, umhergehen. Um einiges wiederum nicht drum herumkommen…können…wollen…Auf anderes wiederum gezielt zulaufen, es sich zu Eigen machen, es sich anzueignen, es mit allen Sinnen erfassen zu können… zu wollen…


(Quelle: YouTube | Quasi: You can stay but you gotta go)

Jetlag. Mein erster Flug über diverse große Teiche und verdammt viele schneebedeckte Gebirgszüge. Bären, Haie und Fische. Wenn ich überlebe, störe ich die einen bestimmt beim Fangen von Lachsen oder etwaige andere im Winterschlaf. Die, die immer so markant ins Bild kommen, und ansonsten anscheinend nur Surfer vor australischen oder afrikanischen Küsten fressen, kommen dann in den Genuss von menschlichem Fleisch in Schockstarre. Praktischerweise schon etwas zerkleinert, bzw. zerschmettert. Wenn ich nicht darüber nachdenke, schaue ich diverse Filme. Gefühlte sechzig Zentimeter vor mir, auf dem kleinen Schirm, denn ich kann partout nicht sitzend einschlafen.

Ankunft.

Bin da. Die Uhren ticken hier anders. Nicht vergessen!

Am Flughafen zumindest. Ich checke aus, nehme dabei am Rande wahr, dass ich von vielen Strichen umgeben bin. Teilweise sind sie sehr schnell, tragen Anzüge und irgendwo auch Krawatten. Manchmal nur um den Hals geworfen oder aus der Tasche baumelnd. Später wird mir klar, dass es Geschäftsreisende sind, die auch zwischen Erst- und Zweitschicht ihres Unternehmens optisch einen angepassten Eindruck hinterlassen möchten…müssen…

Ausgang.

Verlasse Kontrollen und abgesperrte Bereiche, um in einen weitaus größeren kontrollierten Bereich mit geographisch bedingten Grenzen zu treten. Ein junger Mann tritt auf mich zu, nimmt mir die die Koffer ab. Er freut sich, mich zu sehen und stellt mir einen kleinen Mann im Hintergrund vor, der eine große Brille trägt, die mich an eine furchtbare aus den wirren Brillenanfängertagen meiner Jugend ohne eigenes Geld erinnert. Ich halte ihn optisch zuerst für einen Mexikaner, bis er sich perfekt in der Landessprache ausdrückt und sich als mein Gastvater vorstellt. Ich bin baff, übermüdet und merke, dass sich meine Lippen bewegen, um Worte zu formen. Erwartungsvoll sieht mir der kleine Mann ins Gesicht, während er sich über meine ersten Worte in der Landessprache zu freuen scheint.

Abfahrt.

Müde sein und als Mitfahrer dabei am Rande mitzubekommen, dass einem Autos auf einer anderen Seite als gewohnt entgegenkommen, erfordert in den ersten Minuten sehr große Akzeptanz meinerseits. Wir fahren durch eine Mautstelle, um auf einen Teil der Autobahn zu gelangen, der mit Chromblitzenden Kleinlastern und Frotteetuchtragenden Fahrern verstopft ist. Durch die Seitenscheibe, durch das Fenster eines Lasters hindurch, aus dem mich ein rauchender Fahrer anschaut, nehme ich im rötlich schimmernden Hintergrund und gräulichem Dunst, die grau-braune Skyline eines Ballungsraumes wahr, den ich mir im Vorbeifahren versuche, in die Synapsen pressen und mit anderem zu vergleichen, was ich bis dato schon einmal gesehen haben könnte.

Mir fällt nichts ein.

Die beiden, die vorne sitzen, reden. Miteinander, manchmal wohl auch mit mir. Kopfbewegungen unterliegen der Schwerkraft, doch ich versuche, mich zusammenzureißen. Denn schließlich bin ich arg neugierig, ob ich ihren Worten entnehmen kann, um was es thematisch so gehen könnte. Etwas blendet mich, als wir ein paar Meter vorankommen. Durch meine zusammengekniffenen Augen sehe ich meine Wimpern, dazwischen einen Glutroten Kreis am Himmel, der sich zwischen vielen hohen Häusern abzeichnet. Auf den Dächern dieser, leuchten Positionslampen in anderen Farben als der Dunst und die Sonne zu bieten haben.

Es geht voran, wir fahren schneller. Industriehöfe, Gewerbegebiete, Kräne und viele Schilder, mit Zeichen und Symbolen, die ich weder lesen noch deuten kann. War da eben ein Spielplatz? Gibt es hier keine Bürgersteige? Ich glaube, mir Fragen stellen zu müssen, obwohl ich zu erledigt bin, um nach Antworten zu suchen.

Fortsetzung folgt…

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