Damals hat mir die Band mehrere wilde Momente bereichert und traurige durch ihre Musik erträglicher erscheinen lassen. Live habe ich Sebadoh dann nur einmal in Bochum gesehen, wobei ich mich immer wieder daran erinnere, dass alle Mitglieder der Band untereinander öfter die Instrumente gewechselt haben. Dinosaur Jr hat wieder seinen Weg auf die Bühnen gefunden, auch Lou Barlow ist wieder unterwegs. Was der gute Mann in einem Song an Gefühlen durch Idee, Melodie und Text immer wieder zum Ausdruck bringen kann, schaffen viele andere auf 2-12 Alben nicht.
(youtube / Lou Barlow: The Right)
Eine liebevoll obskure Doku gibt es zurzeit zu sehen: Goodnight Unknown.
Gerade höre ich die Re-Release des Albums “Bubble and Scrape” von 2008, was latente Kotzkrämpfe hervorrruft, so schön ist es. Rotz und Wasser heulen kann man dabei. Absolute Anspieltipps sind “Two years Two days“, “Cliché” und direkt danach “Sacred Attention”. Doch eigentlich insgesamt ein Kracher.
Allein das Video hat Auszeichnungen verdient. Erinnerte mich von der Machart her an die alten Jules Verne Verfilmungen, die ich schon als Kind so gerne mochte. Das Lied, dieses Lied, ist einfach nur als hymnisch zu bezeichnen.
Übrigens vom Gitarristen der Band Menomena ins Leben gerufen worden, dieses Projekt. Es gibt auch eine alternative, akustische Version des Liedes, die sehr einfach gehalten ist. Auf der interessanten Seite “They shoot Music -Don`t they” ist dieses, neben anderen, zu finden.
Wieso muss ich immer stolpern, obwohl ich eigentlich nur geradeaus gehen will, um irgendwo hinzukommen? Diese Frage hat metaphorischen Charakter und ist in mehrerlei Hinsicht nicht einfach zu beantworten. Nur die Tatsache, das sich eine entsprechende Antwort allenfalls aus vielen Verknüpfungen und Schnittmengen ergeben würde. Schon das “irgendwo” in der Fragestellung ist aus gedanklichen Purzelbäumen entstanden, denn vorher hieß die es “…, um an ein Ziel zu kommen”. Selbst das Verb “kommen” ist hier eine Variable und ersetzte nach weiteren Überlegungen das Verb “gelangen”. Doch da dies von der Bedeutungsebene her bereits Umwege und Komplikationen einschließt, habe ich es wieder aus der Frage entfernt, da “kommen” meiner Ansicht nach direkter erscheint. Das Nomen “Ziel” ersetzte ich nach einer Weile wieder, da es mir zu ultimativ und fixiert, somit noch schwieriger zu erreichen, erschien, was offensichtlich auch komplizierter zu erreichen ist als ein Irgendwo. Da das Wort “Ziel” eine Art “Ende” oder “Endpunkt” darstellt, machte es mehr Sinn dieses zu ersetzen, denn ein “Irgendwo” durch “irgendeine” Methode oder Herangehensweise zu erreichen, nimmt der bekannten, lediglich fünf Worte beinhaltenden Weisheit “Der Weg ist das Ziel.”, ein wenig ihren Schrecken. Diesem Schrecken erliege ich gerade mal wieder.
Ich sitze hier auf meinem Futon und denke an daran, was ich gerne hätte, aber im Moment in so weiter Ferne ist und von so vielen Faktoren abhängig ist, auf die ich keinen direkten Einfluss ausüben und wahrscheinlich gibt es nochmal x-fach mehrere, die ich noch nicht erkenne und daher nicht berücksichtigen kann. Das wiederum führt zu einem Resultat und dem Ist-Zustand, dessen Bestandsebene sich aus unzähligen Faktoren zusammensetzt, von denen sich die Meisten untereinander bedingen, was einen offensiven, effektiven Weg zur Problemlösung noch undurchführbarer erscheinen lässt.
Soweit zur aktuellen Lage, die in direktem Zusammenhang zu diesem Post stehen. Da wäre zum einem dieses wunderbare Geschenk, bestimmt auch jenseits der Weihnachtszeit eine Freude für alle, jedoch speziell für die Männer:
(From: http://www.despair.com/somevedi.html)
Zum anderen wieder die Musik:
Genießt die Weihnachtszeit, euren Urlaub und die Zeit mit Familie und Freunden!