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Stolperbrocken vs. Synapsengrätsche

Wieso muss ich immer stolpern, obwohl ich eigentlich nur geradeaus gehen will, um irgendwo hinzukommen? Diese Frage hat metaphorischen Charakter und ist in mehrerlei Hinsicht nicht einfach zu beantworten. Nur die Tatsache, das sich eine entsprechende Antwort allenfalls aus vielen Verknüpfungen und Schnittmengen ergeben würde. Schon das “irgendwo” in der Fragestellung ist aus gedanklichen Purzelbäumen entstanden, denn vorher hieß die es “…, um an ein Ziel zu kommen”. Selbst das Verb “kommen” ist hier eine Variable und ersetzte nach weiteren Überlegungen das Verb “gelangen”. Doch da dies von der Bedeutungsebene her bereits Umwege und Komplikationen einschließt, habe ich es wieder aus der Frage entfernt, da “kommen” meiner Ansicht nach direkter erscheint. Das Nomen “Ziel” ersetzte ich nach einer Weile wieder, da es mir zu ultimativ und fixiert, somit noch schwieriger zu erreichen, erschien, was offensichtlich auch komplizierter zu erreichen ist als ein Irgendwo. Da das Wort “Ziel” eine Art “Ende” oder “Endpunkt” darstellt, machte es mehr Sinn dieses zu ersetzen, denn ein “Irgendwo” durch “irgendeine” Methode oder Herangehensweise zu erreichen, nimmt der bekannten, lediglich fünf Worte beinhaltenden Weisheit “Der Weg ist das Ziel.”, ein wenig ihren Schrecken. Diesem Schrecken erliege ich gerade mal wieder.
Ich sitze hier auf meinem Futon und denke an daran, was ich gerne hätte, aber im Moment in so weiter Ferne ist und von so vielen Faktoren abhängig ist, auf die ich keinen direkten Einfluss ausüben und wahrscheinlich gibt es nochmal x-fach mehrere, die ich noch nicht erkenne und daher nicht berücksichtigen kann. Das wiederum führt zu einem Resultat und dem Ist-Zustand, dessen Bestandsebene sich aus unzähligen Faktoren zusammensetzt, von denen sich die Meisten untereinander bedingen, was einen offensiven, effektiven Weg zur Problemlösung noch undurchführbarer erscheinen lässt.

Soweit zur aktuellen Lage, die in direktem Zusammenhang zu diesem Post stehen. Da wäre zum einem dieses wunderbare Geschenk, bestimmt auch jenseits der Weihnachtszeit eine Freude für alle, jedoch speziell für die Männer:


(From: http://www.despair.com/somevedi.html)

Zum anderen wieder die Musik:

Genießt die Weihnachtszeit, euren Urlaub und die Zeit mit Familie und Freunden!


Sachlage

Gerade habe ich mich dann wenigstens zum Einkauf aus dem Haus gequält, was sich auch als Qual entpuppte. Für den Weg zum Einkaufszentrum brauche ich normalerweise 10 Minuten zu Fuß, bzw. 5 mit dem Rad. Doch aufgrund der Wetterlage dauerte ein Weg heute doppelt so lange. An Rad fahren ist nicht einmal zu denken. Auf den Straßen Chaos, vor allem da, wo Autos aus Nebenstraßen versuchen, auf die befahrerenen Straßen zu kommen, welche überfüllt waren. Ebenso das Einkaufszentrum, in dem die Hölle los war. Lediglich die Wege direkt am Center oder um den dazugehörigen Parkplatz herum werden vom Schnee befreit, der restliche Weg dahin war ein Abenteuer aus Schnee, Wasser und Matsch. Interessanterweise zucken dazu Blitze über einem und der Donner hallt beharrlich.


…and then, and then, and then?

Gute Frage, und ganz nebenbei eine Erinnerung an den großartigen Film “Dude, where is my car?”.

Hier liegt gerade Schnee und während es weiter lustig vor sich hinschneit, donnert es parallel unentwegt, was aber wohl auch erst der Anfang sein soll, soweit ich bisher den Überblick habe. Problematisch ist das, da meine Stimmung auf dem Nullpunkt angekommen ist, was man von der Temperatur hier nicht sagen kann. Im Vergleich zu Deutschland ist es dann wohl noch warm zu nennen, zumindest draußen. Denn Wohnungen hier effektiv und dauerhaft zu heizen ist das große Problem. Nicht vorhandene Isolation, dünne Wände und keine fest installierten Heizmöglichkeiten jenseits der Klimaanlagen, die aber echt nur vorrübergehend den Raum anwärmen und dabei Energie und Geld kosten. – Das ist nur durch extra Öl- oder Gasheizkörper oder andere strombetriebene Apparate zu toppen, die ich aber bisher auch noch nicht angeschafft habe. Jedenfalls alles andere als angenehm bisher in den eigenen vier Wänden. Und ich mag kalte Wintertage, wirklich! Allerdings keine nassen, sondern eisige mit frischer Luft und Wintersonne.

Mit dem Winter geht man hier auch anderes um, wie es mir erscheint. Lediglich die Straßen werden schneefrei gehalten, wofür es ein ausgeklügeltes Sprenklersystem unter dem Asphalt gibt, zumindest auf den vielbefahrenen Straßen. Wie das dann bei Minusgraden funktionstüchtig bleiben wird, insofern diese hier denn erreicht werden sollten, ist eine andere Frage, denn schon jetzt stehen die Straßen unter Wasser. Jedenfalls ist es sehr anstrengend zurzeit von A nach B zu gelangen, da die Gehwege nicht gestreut oder irgendwie anders schneefrei gehalten werden. Im kleinen Einkaufszentrum an der Uni werden schon seit Wochen Winterreifen angeboten, die viele Leute selbst anbringen, was man in den Einfahrten oder auf Parkplätzen beobachten konnte. Auf denen stehen die Leute, vor allem vor Einkaufsmöglichkeiten, dann sehr gerne mit laufenden Motoren, um die Heizungen zu betreiben. Im Sommer werden es dann wohl die Klimaanlagen sein.

Jedenfalls animiert die Lage nicht gerade dazu, auszugehen. Was würde ich denn nur ohne Internet hier tun? Da habe ich gerade das Projekt eines amerkanischen Professors ausgemacht, der auf interessante bis LSD-abhängig wirkende Weise versucht, Japanern die Angst vor der englischen Sprache zu nehmen. Mal sehen, ob das auf diese Weise funktionieren wird.

Whottu issu yuuuru imupuressonu?


Endlich wieder richtig zubeißen können


(youtube / One day as Lion: Wild International)


Im Visier

Meine heimatbezogene Online-Lektüre hat gerade ein paar Artikel zum Themenbereich “Japan”, vorrangig zur aktuellen gesellschaftlichen Lage vor Ort, bereitgestellt. Ich habe keine Ahnung, wie lange man über die Verlinkungen darauf zugreifen kann, oder ob diese hinterher auch über das Archiv ausfindig zu machen sind.

Japan: Land der Alten und Singles

Japan: Alte und Kinder werden gemeinsam betreut

Technik aus Japan: Mit Robotern alt werden

Schaut mal rein.


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