Tiltman Robots

the real tilt “tiltman”

 
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(Artist: Digitalism / Song: Idealistic / 2008)

Better Life here.

Einer der Filme, die sich mir seit meiner Jugend ins Hirn gebrannt haben, war ein Martial Arts Movie. Ich würde ihn als Klassiker bezeichnen, aber da gehen bestimmt die Meinungen auseinander. Jedoch ist bereits hier das später x-fach wiederkehrende Pattern “Schüler trifft Meister” bereits in abgewandelter Form zu sehen. Der Meister in dem Film “The Challenge” von 1982 war niemand geringeres als der 1997 verstorbene Mifune Toshirô, der wahrlich ein Meister der Schauspielkunst war. Sein Schüler im Film, eventuell auch einigen der Leser hier bekannt, war Scott Glenn, der u.a. auch in Filmen wie “Training Day” (2001) oder “The Virgin Suicides” (1999) mitwirkte.

Natürlich habe ich den Film seinerzeit nicht in der Originalversion gesehen. Er lief, wie viele andere Filme auch, nach der Ziehung der Lottozahlen samstags im Programm der ARD. Die meisten Filme habe ich auf diesem Sender gesehen, meine ich. Der abstruse, dennoch prägnante Titel war “Wenn er in die Hölle will, lass ihn gehen“, einem Titel der dem Inhalt des Films sehr nahe steht, wie ich finde. Doch seht selbst, denn ich habe gerade Ausschnitte gefunden. Die Funktion des Einbettens hat irgendie alles zerschossen, daher hier nur der Link zur Seite, aber so muss ich wenigstens nicht noch eine Warnung für “Spoiler” aussprechen! Ich habe mich sehr über meinen Fund gefreut und war erstaunt, wie gut ich die Atmosphäre von damals noch spüren konnte. Dazu hat wahrscheinlich auch die Musik beigetragen. Jedenfalls würde ich diesen Film gerne einmal wiedersehen.

Nachdem ich ja in der letzten Zeit immer zwischen akut-spontaner Heulerei oder kurz vor dem Amoklauf stand, musste ich dringendst mal wieder raus aus den vier Wänden und vor allem aus diesem vermaledeiten Dorf. Der letzte Urlaub war 2005 Brac / Kroatien und dauerte nur eine knappe Woche. Eine aktuelle unterrichtsfreie Woche ermöglichte dies, doch leider zu spontan und kurzfristig, um einen günstigen Flug und entsprechende Rahmenbedingungen an einem Ort meiner Wahl zu finden und dort dann auch zu verbringen. Also nutzte ich wenigstens ein paar meiner freien Tage, um Freunde in Berlin zu besuchen, was sich als wunderbarer Aufenthalt entpuppte.

Lediglich die Fahrt war in der Organisation anfangs ärgerlich. Über die mitfahrzentrale.de erhält man die Nummern seiner auserwählten Fahrer erst, wenn man eine 0900er Nummer für 1,86 € die Minute anruft, was mir aber zuerst auch o.k. erschien. Aber nachdem zwei Strategen weder auf Anrufe auf Mailbox noch auf folgende SMS reagierten, hatte ich schon wieder die Faxen dicke. Was soll das? Erst der dritte Versuch am Mittwoch war erfolgreich und führte am Folgetag zu einer netten, unterhaltsamen und entspannten Fahrt durch einige apokalyptisch anmutende Unwetterfronten. Der Fahrer ist Fotograf und hatte zudem noch einen guten Musikgeschmack, wie sich während der Fahrt herausstellte.

Heute trudelte ich wieder in die hiesige Regenfront hinein, was sich anfühlte, als ob ich durch einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum (A / B) gefahren sei. War es die ganze Zeit so hier? Zum Glück war ich, trotz fortwährender Skepsis gegenüber unbekannten Fahrern, wieder mit netten Leuten unterwegs. Diesmal mit einem Mann im Rollstuhl als Fahrer, der seinerzeit nur knapp schlimmerem entkam und heute beruflich zwischen Berlin und dem Dorf hier pendelt. Dieser Kontakt ergab sich über mitfahrgelegenheit.de und funktionierte von Anfang an wunderbar.

Allerdings waren bei beiden Angeboten keine Fotos ersichtlich, nur auf der Rückfahrt war zumindest von dem Wagentyp die Rede. Ich finde, hier sollte Abhilfe geleistet werden. Am besten in verpflichtender Form.

Ich habe keine Ahnung, wie viele Tage und Wochen es letzten Endes waren. – Aber ich hatte als junger Bursche echt verdammt viel Fernsehverbot, was für meine Generation in der Schule damals ungefähr so war, wie einen aktuellen Klingelton nicht zu haben oder nicht am sinnlosen Meinungsaustausch zu diversen “Superstar” – Sendungen teilnehmen zu können. Nichtsdestotrotz, oder gerade deshalb, habe ich sehr viele Filme heimlich gesehen und diverse Anlässe genutzt, um auch aktiv als Individuum zur epochalen Verdummung der Jugend durch Medieneinflüsse mitgezählt werden zu können.

Filme, die sich für immer in mein Gedächtnis gebrannt haben gibt es einige. Viele davon habe ich mit Hilfe der imdb.com wiedergefunden, aber leider gibt es zu vielen von diesen keinen Zugang mehr. Oft liegt es am Medium selbst, oft aber auch am geringen Bekanntheitsgrad des jeweiligen Filmes. Natürlich werden nun wieder einige die Nase rümpfen, aber das ist mal wieder vollkommen irrelevant an dieser Stelle, denn ich möchte die Filme weder inhaltlich analysieren noch generell vorteilhaft anpreisen. Ich verbinde lediglich Kindheitserinnerungen mit diesen Prachtstücken.

Ich würde gerne Trailer mit in diese Beiträge einfügen, aber ich bezweifele, dass es diese gibt, da die meisten der Filme nur auf VHS für die Massen existieren. Sollte da jemand andere Info haben, bin ich dafür mehr als offen. Im nächsten Beitrag präsentiere ich euch den ersten Film.