the real tilt “tiltman” :: feed :: all

Identität I

Der Nickname “tiltman” stammt aus einer Wohngemeinschaft mit meinem Kumpel Matze, mit dem ich in einer abstrusen Wohnung, mit Klo auf halber Treppe im Hausflur und zum Bad umgebauten Balkon, für leider nur kurze Zeit in unserer Heimatstadt bewohnte. Das Baugerüst vor dem Balkon nutzen wir ab und zu als alternativen Balkon, um uns ein Weizen oder einen Kaffee zu gönnen. Die Mieter im Erdgeschoss wiederum stellten im Sommer gerne mal einen Tisch auf den Bürgersteig, der den einzigartigen Blick auf einen öffentlichen Platz mit Alkoholikern ermöglichte. Atmosphärisch war es also ein Rundum-Angebot mit vielen Attraktionen. Durch diese und andere widrige Abstrusitäten nahm der “tiltman” seine Gestalt an und prägte seine strahlende Zukunft in diesem Ausschnitt der Realität aus, die wir nun miteinander teilen.

Der Film “Dude, where is my car?” hatte ebenso wichtige Anteile in diesem Zusammenhang. Ein keinesfalls zu unterschätzendes, kulturell anspruchsvolles Prachtstück der Filmgeschichte, übrigens.

Andere Teil-Identitäten werden zurzeit ja gerne mit diversen Poker-Spielchen in Zusammenhang gebracht, von denen ich mich hier öffentlich distanzieren möchte. Ich bin kein Spieltyp, schon gar nicht an Tischen und drinnen. Ich habe schon immer lieber die Möglichkeit wahrgenommen, mich draußen zu bewegen. Gefunden habe ich aber etwas, dass dem “tiltman” sehr gefällt. Und das kann ich euch nicht vorenthalten. Schaltet den Sound ein.

Also, geht raus mit mir…


Nackenhaare stehen

Ich gebe zu, dass ich einige Lieder von “The Police” / “Sting” auch mag. Aber andauernd und ein ganzes Album geht nun mal ganz und gar nicht über meine Ohren in meine Synapsen und findet somit auch keinen Zugang zu meiner Seele. Um so mehr hat es mich gerade geschockt, dass ich eine meiner Lieblingsbands als Support für “The Police” in der LTU Arena ausmachen konnte.

Die Band “The Charlatans” hat sich tief in meine Synapsen gefräst. Das ist durchweg positiv gemeint. Mit ihrem Album “Up to our hips” haben sie sich Anfang der neunziger Jahre in meine Heavy Rotation eingeschlichen und tauchen auch heute, neben anderen ihrer Platten, immer wieder auf. Nun gibt es wieder ein gutes, neues Album namens “You cross my path” aus dem nun schon die zweite Auskopplung vorliegt.


和紙

Was ist übrig geblieben von meinem Interesse an Japan? Warum habe ich es überhaupt studiert? Diese Frage habe ich mir während des Studiums oft gestellt, doch noch viel öfter habe ich sie von anderen Menschen gehört. Zeitweise konnte ich keine Antwort darauf geben. Wer mich kennt weiß, dass ich oft an dem Studium gezweifelt habe und oft davor war alles hinzuschmeißen. Wäre ich dann nicht auf verschiedenen Wegen auch mal ins Land gekommen, hätte ich aber auch viele Dinge nicht erlebt und gesehen, auf die ich heute noch gerne zurückblicke.

Da ich aufgrund meiner Ausbildung und meiner persönlichen Interessen ein sehr visuell orientierter Mensch bin, der Interesse an schönem Design und interessanter Gestaltung findet, hat es mir besonders japanisches Papier angetan. In seiner variantenreichen Existenz ist es auch in Deutschland bekannt. Aber keine Sorge, es geht jetzt nicht um Origami-Kurse an der VHS eures Vertrauens.

Auf der Suche nach Informationen bin ich auf einen interessanten Link gestoßen, den ich euch vorstellen möchte. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Kulturlandschaft Kansai, in der die meisten und bekanntesten Hersteller des traditionellen Kunsthandwerkes noch zu finden sind. Ein Rundgang in einem Fachgeschäft für dieses Material und den Produkten, die daraus hergestellt werden, zieht mich immer wieder in seinen Bann. Alleine das wäre ein Grund, endlich wieder einmal nach Japan zu fliegen.


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