Aren’t we all somehow Slow-Monauts?
The Notwist (1998) “Chemicals” vom Album Shrink
Peter Licht (2001) “Sonnendeck” vom Album Vierzehn Lieder
The Notwist (1998) “Chemicals” vom Album Shrink
Peter Licht (2001) “Sonnendeck” vom Album Vierzehn Lieder
Irgendwann, ich glaube 1999, waren Mimini und ich das erste Mal in Japan. So absurd es sich auch anhören mag, war es eine recht spontane Reise. Noch absurder, wenn man bedenkt, dass wir den Flug über ein Angebot einer unsagbar inhaltslosen Zeitung mit arg viel Bildinhalt gebucht haben. Wir hörten also von besagtem Angebot und entschlossen uns, es wahr zu nehmen.
So verbrachten wir 6 Tage in der Metropole, die uns schier aus den Latschen haute. Ich habe nur noch schwache Erinnerung an die Anzahl der Kilometer, aber an meine Erschöpfungszustände in den Abendstunden kann ich mich sehr wohl erinnern. Ich hätte mich gerne mal einen Tag lang nur in ein Café gesetzt und einfach nur Leute beobachtet, aber wir sind ganz schön viel rumgekommen in der kurzen Zeit.
Unsere Unterkunft mussten wir uns auch spontan und ahnungslos suchen. Natürlich sind wir damals auch nur nach dem Preis gegangen. So sind wir dann in einer Gegend Tokyos gelandet, die man durchaus als “Downtown” bezeichnen könnte. Letztendlich habe ich dann auch herausgefunden, dass es direkt neben einem bekannten Viertel der Tagelöhner der Hauptstadt liegt. Wir mussten in unserer Herberge, zumindest haben wir es so akzeptiert, zwei kleine Tatamizimmer bezahlen, weil es untersagt war, dass Männchen und Weibchen in einem unterkommen. Darüber amüsiere ich mich gerade prächtig, denn wir haben eines genutzt, aber dennoch beide bezahlt. Jedenfalls lag diese Kaschemme unter jeglichem Niveau jedweder Jugendherberge, die ich bis dato kannte. Man traf hier aber sowohl Anzugträger, als auch Dauermieter, da die Miete vergleichsweise so günstig war. Es gab kein Frühstück, dafür aber einen Grüntee-Automaten auf dem Flur, der immerhin eine Art heißes Wasser mit Chlorgrüntee spendete. Und mein erstes verschlafenes Aha-und Jetlag-Erlebnis war ein nach zwei Tagen gefundenes Café, in dem ich hungrig in ein vermeintliches Schokobrötchen biss, und sich dieses als ein mit süßen Bohnen gefülltes Gebäckstück enthüllte.
Der Aufenthalt in Tokyo allgemein war im Nachhinein allerdings wunderbar und von sehr vielen interessanten Eindrücken geprägt. Und solltet ihr einmal nach Tokyo fliegen, dann guckt euch vorher die Räumlichkeiten eurer Herberge an. Und wenn ihr dann vor einem “Hotel New Koyo” im Taito-ku stehen solltet, erinnert euch an meine Worte.
In welcher Krankenkasse seid ihr?
Ich bin bisher bei der BEK, was sich aber in absehbarer Zeit ändern wird. Grundlage hierfür waren meine Angaben zu meinem monatlichen Einkommen, meiner letzten Abrechnung und meiner aktuellen Studienbescheinigung. Zurzeit bastel ich an meinem Abschluss der, ich kann es selbst kaum glauben, in diesem Semester noch über die Bühne geht. Nebenbei habe ich einen Job an einem Institut, das der Uni angegliedert ist. Nun ist das Studentenleben seit Einführung der Studiengebühren alles andere als prima, denn die letzten zwei Semester haben mich um 1300,-€ in die Miesen geworfen. Daran knapse ich wohl auch noch eine ganze Weile rum. Wo soll es denn auch herkommen?
Der Job ist nett und ich arbeite auf Honorarbasis und erhalte monatliche Verträge. Mit dem Geld könnte man einigermaßen über die Runden kommen, wenn da nicht die ganzen vermaledeiten Fixkosten zu bestreiten wären. Miete, NK, KV, Studienkredit-Rückzahlung, Telefon/Internet usw..
Mit 209. 24 € schlägt fortan die KV in die Bresche, was ich auf keinen Fall kann und will. Daher habe ich mich vorhin ein wenig im Netz umgesehen und einen interessanten Link gefunden. Was sind eure Erfahrungen mit Krankenkassen?
Als großer Fan von “Alice im Wunderland” hat es mir nicht nur die Disney-Verfilmung angetan, sondern die gesamte Erzählung und ihre mannigfaltigen Interpretationen. Einzig mit der japanischen Variante als Animation kann ich mich nicht so sehr anfreunden, obwohl ich sie natürlich damals auch so oft wie möglich gesehen habe. Wirklich warm ums Herz wird mir immer dann, wenn ich die Cheshire Cat sehe. Als Grinsekatze im deutschsprachigen Raum bekannt, muss ich immer grinsen, wenn ich sie irgendwo zu Gesicht bekomme. Irgendwie passte dieser Charakter seit jeher zum zur Figur des tiltman.
Wundervoll gelungen fand ich auch die Version als bösartiger Gegenspieler in dem PC-Game von American McGee, einem Third-Person-Shooter im Lande der Herzkönigin, in dem es nebenbei auch viele Rätsel zu lösen gibt. Der Soundtrack und die alternative Variante des Wunderlands verbreiten eine wundervoll unheimliche Atmosphäre, die Kombination war echt einmalig.
Mittlerweile ist das Spiel schon in die Jahre gekommen, aber immer noch spielenswert. Seit einer Ewigkeit ist eine Verfilmung der PC-Version in Planung, aber ich konnte nur die Ankündigung einer weiteren Verfilmung von Tim Burton ausfindig machen, die anscheinend nichts mit dem Spiel zu tun haben wird. Aber Tim Burton ist definitiv die richtige Wahl, wie ich finde. Was macht aber American McGee habe ich mich gefragt, und bin auch hier fündig geworden.
Dieser arbeitet an einer spielbaren Version und Neu-Interpretation der Grimm’schen Märchen, von denen auch schon sehr interessante Einblicke zu erhaschen sind. Ich mag die graphische Umsetzung der bekannten Märchenwelt und ihrer Charaktere, finde sie sehr ansprechend und freue mich bereits wie eine Grinsekatze auf das Spiel. Von dieser gibt es übrigens eine gruselig schöne Statue bei einem PC-Shop um die Ecke, die ich auch sehr gerne hätte.