Tiltman Robots

the real tilt “tiltman”

 
RSS Feed

All Articles

Tool kommen wieder. Diesmal nach Oberhausen. Kashmir kommen. Kölle?

Kommen Sonic Youth auch endlich mal? Papp-Schuber oder Hardcase?

Samstag traf ich mit meinem Sportsgeist. Wir waren schon ganz schön lange keine Sportsfreunde mehr, wir zwei. Er sagte mir, ich sollte doch die vorübergehende Trockenheit nutzen. Ich hörte prompt auf ihn, er half mir die Inliner zu schnüren. Ich war ihm zunächst zu Dank verpflichtet. Doch er ist ein Schelm, mein Sportsgeist. Und er ist anscheinend auch nachtragend. Dreistigkeit, die ist zu einer seiner neuen Eigenschaften geworden. Er warf mir fiese Biomasse zwischen die Rollen. Eine Eichel brachte mich ins trudeln, eine Laterne sagte „Ich steh schon lange hier“. Ich begrüßte sie, umarmte sie spontan, umgarnte sie. In ihrer unmittelbaren Umgebung ein Bordstein und sein Freund, der Gulli. Grauenhafte Kombination  Als kleine Show-Einlage folgte ein spontaner, ungelenkiger Stunt meinerseits. Mein neuer Sportsfeind, wir müssen uns mal unterhalten. Lass mich nur diese Aircast loswerden und von Reihe 39 wieder runter kommen.

Was einen über Jahre begleitet, wird einem lieb. Hund und Katze, Pferd und Maus. Freund und Freundin. Sänger und Band, Bier und Bauch. So stockt sich auch mein Ikea-Regal mit CDs auf. Da sammelt man mit Erfahrungen Alben, mit den Alben wiederum Erfahrungen. Endlos-Schleife. Nick Hornby rückwärts lesen. „Kafka am Strand“ mit „Norwegian Wood“ mischen. Immer noch mehr, als einfach nur lesenwert.

Bio-Gemüse unverpackt auf dem Markt kaufen, Musik unverpackt aus dem Internet herunterladen. Bei Konzerten also auch auf die Verpackung achten? Wieso bekomme ich meine Gedanken von gestern Abend nicht wieder auf die Reihe? Vergleiche ich nun Stadion mit Hardcase, und Club mit Papp-Schuber?

Mittlerweile genieße ich auch lieber gute, kakaohaltige Schokolade anstelle diverser Schoko-Riegel. Da muss ein Zusammenhang bestehen.     

Nie wieder Stadien-Rock. So lautete die Devise nach dem U2-Debakel 2005 auf Schalke. Selten so überteuert, schlechte Sitze mit miserabler Sicht ergattert. Einfach froh sein, überhaupt eine zu ergattern. Klangbrei und Amöben-Größe,  Industrie-Bier und Verzehrkarten. Eine Live-Übertragung via Radio oder Fernsehen, eine gute Flasche Wein und ein leckeres Essen. So wäre das Geld weitaus besser angelegt gewesen.

Wieder Stadion-Rock. Heroen der Jugend. Pearl Jam rockt 2006 im Gelredom in Arnheim. Ich war da. Reihe 39 von 40. Halle vorher unbekannt, Karten nicht selbst besorgt. Einfach nur einmal dabei sein wollen. Dabei waren auch wieder: Klangbrei und Amöben-Größe, Industrie-Bier und Verzehrkarten. Bevor wir "nur" Freunde werden, weiche von mir. Wir haben uns nichts mehr zu sagen. Nein, es war nicht immer so. Ich wollte es dir eigentlich schon früher sagen. Wir haben nichts mehr miteinander gemeinsam.

Keep on rockin’ in mind.

Meine Fahrradkette rostet, ich roste auch. Röstbohnen, aromafein.
Rosalinde, rosarot. Riesenrad und Osterstrauß.
Rollende Rülpser rasen respektlos raus.
Oder lass ich besser das Reimen sein?

Mein Block, mein Kiosk, mein Haus. Da, wo ihr jetzt denkt, schau ich nun raus.
Regen prasselt an meine Fenster. Fenster, na klar. – Sonst wäre der Regen ja immer da. Wenn’s Wetter wieder besser wird, putz ich meine Fenster mal mit Fenster-Klar.

New York, Rio, Tokio?
Wenigstens sorgen Sommermonate plus passender Sommer-Job dafür, dass ich wenigstens wieder nach Amsterdam, Brügge oder Brüssel fahr.
Vergangenheit und Flug der Zeit sorgen dafür, dass ich nun schon längst seit Tagen einmal mehr da war. Ich fahre wieder, keine Frage. Gut, dass ich dies nicht als erster sage.

Seit Jahren, Monaten und Tagen. Über viele Dinge häufen sich noch viel mehr Fragen.
Die Antworten lassen auf sich warten, lassen sich jagen. Doch wer will penibel schon lediglich über Fragen tagen?
Seit Stunden, Minuten und Sekunden. Fühlt sich oft arg an, wie umsonst geschunden.
Wie kommt mein Leben mit mir eigentlich über die Runden?

Dicke Tropfen wie in den vergangenen Tagen, werfen hart mit anderen Questionen. Würde eine sportliche Diät sich lohnen? Sollte ich Schokoladen und Lebensmittel schonen? Könnte ich nicht schon längst woanders wohnen?

Die Frau ist weg, keine Kontrolle mehr. Wo bekomme ich nun die Kontrolle her?
Soll ich bei Gewitter unter Buchen suchen, oder weiter die Situation verfluchen? Schreibe ich dies nur um des lieben Schreibens Willen? Sollte ich anstatt zu viel zu denken auf die Überholspur lenken oder vielleicht perfekter chillen?

Gedanken fangen an zu schlenkern. Is was Doc? – Verschreiben Sie mir Pillen?