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the real tilt “tiltman”

 
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Heute war ich als Tutor mal wieder in der "großen weiten Welt". Diesmal in der neuen Heimat der Bürokratie, quasi dem Hort für kleine nerdige Gesetz-Babies: ich war in Brüssel. Nachdem ich gestern mit einer anderen Gruppe auf der Marksburg war, habe ich heute feststellen können, dass dies definitiv nicht das organisierteste Wochenende in meinem Leben war. Die Gruppe von 1000 und einem Ägypter, und ein paar anderen Nationalitäten, war um neun Uhr endlich um Bus. Wir wollten, so der Plan, eigentlich um 8.30 losgefahren sein. Unser unfreundlicher rheinischer Torfkopf von Fahrer wollte, bzw. konnte den Weg nicht auf Anhieb finden. Rote Ampeln, waren ihm zudem ein Gräuel.

Zudem hatte er die Gabe ein Wirrwarr von Einbahnstrassen zu finden. Angekommen, trafen wir uns mit unserem Guide, um kurz darauf festzustellen, dass dieser "nur" Flämisch/Deutsch/ Französisch konnte, wir aber eigentlich eine Führung auf Englisch gebraucht hätten. Daraufhin entstand ein undenkliches Chaos, vielleicht auch nur in meinem Kopf. Aber ich musste x-mal telefonieren, allen gut zureden und die Ruhe bewahren. Ein weiterer verschlafener Tutor war zum Glück auch dabei. Wir einigten uns zuerst auf eine Art Übersetzung unsererseits an die Gruppe, was aber schnell floppte. Auch diverse Zwischenstationen auf Französisch haben nicht unbedingt zur Verdichtung des Gefühls einer ernst gemeinten Stadtführung beigetragen. Ebenso wenig der Versuch, die Gruppe und die Dauer zu halbieren, um auf 2 Sprachen getrennte Führungen zu machen. Von den insgesamt 42 Personen waren übrigens etwa 35 Leute, die kaum ein Wort Deutsch verstehen. Zufällig standen wir in der Nähe der Touristinformation, die uns aber nicht weiter helfen konnte. Da Harry und ich aber schon bei der Einfahrt in die Stadt, die Sightseeingbusse wahrgenommen hatten, kam uns eine tolle Idee. Zufällig standen wir kurz darauf an 2 Doppeldecker-Bussen unter arabisch-mafiöser Führung. Hier kommt nun die Szene der Verhandlung zwischen dem Supervisor der Ägypter und den 2 Fahrern, einer Art Boss und anderen Deppen, die Werbung für diese "Hop on – Hop off" Stinkkisten verteilten. Wir endeten bei 300,- € und in entsprechendem Bus für gefühlte 30 Minuten, die aber angeblich 1,5 Stunden waren. Danach musste ich ein Starkbier trinken und eine der leckeren Waffeln essen. Viel mehr habe ich dann auch nicht mehr von diesem Tag verlangt. Heute Abend am Hbf in Düsseldorf kamen dann 2 mir bekannte Gesichter aus der Gruppe entgegen, um einen dezenten Hinweis zu geben. Sie waren nicht mit uns zusammen im Doppeldecker, sondern hatten schon kurz nach der Planung der 2-Teilung den Anschluss an uns verloren und sind dann allein durch Brüssel gezogen. Döfte! Im Übrigen empfand ich Brügge in der letzen Woche als viel reizvoller, auch wenn wir dort durch die lange Fahrt mit dem Bus arg wenig Freizeit zur Verfügung hatten. Ist wirklich eine Reise wert.

Gestern hatte ich das Vergnügen eine kleinere Gruppe von etwa 25 Leuten zur Marksburg, das ist in Richtung Loreley und definitiv hinter Koblenz, zu begleiten. Alle waren pünktlich am Bahnhof, alle, inklusive hunderter verblendeter Christen diverser Nationalitäten. Im Zug wurden wir dann erstunken, ver" hallejuliah"t und geistig bedrängt. Der Zug verspätete sich durch die Überfüllung der Bahnsteige und durch einen Triebwagenschaden gleichermaßen woraufhin wir den Anzugschluss (mein Worthaspler der Woche) verpassten, und unsere Führung auf der Burg verschieben mussten was wiederum dazu führte, dass wir unser Schiff nach Boppard verpassten. Ich modelte den Rest des Tages ein wenig um, und wir fuhren nach mit dem Schiff Richtung Koblenz zurück. Dort klang unsere kleine Reise in die deutsche Geschichte und Gegenwart dann auch aus.

Insgesamt hat die Woche eine Art erweiterter "Unliebe" gegenüber diverser fanatischer Gruppierungen jeglicher Ausrichtung immens gefördert. Im Rahmen der Spiel-Messe im wilden Osten des Landes hätte ich mir ein Spiel gewünscht, in dem in bester Ego-Shooter Manier, auf CDU-Mutanten und Pilger-Monster geschossen werden kann. Als Endgegner des ersten Teils kann man dann gegen einen Papst antreten, der eigentlich der böse Teil des Dalaih-Lama ist, der wiederum in allen Kampfkunststilen der Welt versiert, gegen unsereins antritt. Als imaginären Unort hierfür würde ich dann eine Synagoge wählen, erkennbar gebaut von Muslimen auf einer Bergkuppe im Himalaya-Gebiet vorschlagen. Das lässt sich bestimmt irgendwie arrangieren, oder etwa nicht?
Das ist soll es für heute erst einmal gewesen sein. Falls unter, dieser Site freundlich gesinnten, Lesern ein gewisses Unbehagen bezüglich meiner vorangegangenen Äußerungen entstanden sein, möchte ich mich dafür an dieser Stelle entschuldigen. Danke, für das Verzeihen. Danke, dass ich mich entschuldigen darf. Danke, dass ich all meine Meinungen in den Äther schleusen darf. Danke…

Vom Kino am Hbf dauert es nur eine viertel Stunde mit dem Fahrrad zu mir nach Hause zurück. Zuerst muss man sich eigentlich nur an den Gleisen der Bahn orientieren, tausend und einen Döner-Harem hinter sich lassen und danach eine holprige Strecke original Kopfstein-Pflaster mit diversenSin_city_01_(2005).gif Schlaglöchern überwinden. Ohne Licht am Rad, nur durch smog-gelbliches Laternenlicht am Rand der Bahnstrecke erinnert mich diese Strecke an einige Ecken in Berlin. Vielleicht auch nur an einige andere Ecken von anderen Städten, in den ich mich bisher einmal bewegt habe.

Diese besagte viertel Stunde, so dachte ich zumindest, hätte mir genügen müssen, um mir über die davor vergangenen 124 Minuten im Kino noch einmal bewusst zu werden, oder ein klares Urteil zu fällen. Doch nun hänge ich hier in diesem Dokument fest, und mir will noch immer nicht klar werden, was ich denn nun in der letzen Stunde auf der Leinwand gesehen habe. Klar, der Titel „Sin City“. Viele bekannte Gesichter zuckten vor meinem Augenpaar auf. Der Bruce „Yiepieh-Ya-Yeah, Schweinebacke“ Willis, der Mickey „Angel Heart“ Rourke, der mexikanisch-amerikanische „Traffic“ Benicio del Torro und diverse andere Schönheiten. Allesamt schossen, bluteten, rauchten und fuhren sie durch die Handlung des Films. Die episodenhaften Sprünge und die comicgetreue schwarz-weiß Darstellung, die Kontrastierung mit minimalen Farbeinsätzen und die brillante Darstellung der einzelnen Schauspieler/-innen; das wollte und sollte wohl ein Gesamtgefüge geben. Doch ich bin noch immer nicht überzeugt, dass dies auch wirklich gelungen ist. Jede Figur an sich hatte ihren Reiz, ich bin übrigens Fan von Comics, doch der Film hat eindeutige Längen und zu viel von Allem. Die Vorlage von Frank Miller kenne ich leider nicht da ich dachte ich brauche sie nicht, aber nun empfehle ich allein diese zu lesen. Vor, oder nach dem Film. Ich werde dies auch machen, danach vielleicht dem Film eine zweite Chance geben. Dann auch einmal mit Synchronisation. Bisher jedoch liegt der größte Reiz ihn ein zweites Mal zu sehen nur an der Reizwäsche der weiblichen Protagonisten. Übrigens hat ein Film mit Humphrey Bogart im Gegensatz zu „Sin–City“ den echten „Film Noir“ Appeal.

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Bunt, satirisch und arg schräg: „The life Aquatic with Steve Zissou“. Bill Murray tapert als abgehalfteter Forscher und Dokumentar-Filmer mit einem türkisfarbenen Neopren-Anzug und roter Mütze durch diesen Streifen. Hommage an Jacques Cousteau auf der einen, Komödie auf der anderen Seite. Willem Dafoe als vermeintlich deutschen Sidekick in seiner Truppe im Schlepptau, macht sich eine Crew von merkwürdigen Gestalten auf die Jagd nach einer bisher unbekannten Hai-Art. Subtilen Humor an Bord, bitte keine Louis de Funès Klamotte erwarten, schippert die Handlung zwischen Ernst und Irrsinn. Nicht, dass ich andauernd lauthals lachen musste, aber ständiges Schmunzeln hat mich auf Spielfilmlänge begleitet. Und der Soundtrack ist eine Überlegung wert, auch wenn man kein portugiesisch versteht. Definitiv angesagt ist aber auch bei diesem Film hier die Original-Version. Wo gibt es wohl diese Mützen?